Die Bandstory
Nun gibt es uns, die Stage Bottles, bereits seit 16 Jahren !!

Geboren wurde die Idee, diese Band zu gründen, im Herbst 1993 in einem Keller-Proberaum in einem Jugendzentrum eines Vororts von Frankfurt. Nachdem das Vorgänger-Projekt (mit dem grossartigen Namen "Barbapappas") durch den Wegzug des Sängers quasi beendet war, entschloss sich der Rest der Band mit Alex, Hoschi und Erik den Olaf anzusprechen, ob er nicht Lust hätte, in der Band mitzumachen. Olaf konnte bereits ein wenig Erfahrung mitbringen, da er 1992 an insgesamt ca. 60 Gigs mit den Blaggers ITA aus London als deren Saxophonist teilnahm und zu diesem Zweck auch knapp ein Jahr in London wohnte. Wichtig für den Fortgang der Band waren sicherlich auch die so schon vorhandenen Kontakte in der Oi!- und Punkrock-Szene.

Als Idee für den Namen musste der alte Witz herhalten, dass man die Band doch "Freibier" nennen könnte, dann käme immer ein guter Mob auf die Gigs, wenn der Name auf den Plakaten stünde und Freibier suggeriere. Aufgrund der englischen Texte kam man also wegen "vier Flaschen auf der Bühne" über "Bühnenflaschen" auf "Stage Bottles". So kam es am 12.12.1993 zum ersten Auftritt der Stage Bottles in der Au in Frankfurt, zusammen mit den von einigen Oi!-Samplern noch hinreichend bekannten "The Magnificent" aus den Niederlanden. Der Gig war ein Riesenspass, auch wenn wir zunächst nur sieben Songs hatten, die wir prompt alle wiederholten! Der zweite Gig am 24.03.1994 in Wehrheim fand dann gleich mit "The Business" statt, es war gleichzeitig der erste Gig mit Manu als Sängerin. Dort setzte Olaf auch erstmals das Sax ein. Der weibliche Gesang und das Saxophon sollten von nun ab über Jahre hinaus das Markenzeichen der Band werden. Es folgten bis zum heutigen Tag 350 - 400 Gigs.

Neben der Veröffentlichung von fünf Longplayern gab es zahlreiche 7" Veröffentlichungen und Einladungen zu diversen Compilations (Releases). Besonders prägende Erlebnisse waren sicherlich die bisher zahlreichen Gigs mit Bands, die man Jahre früher nur von Tonträgern kannte. Zu diesen Bands gehörten insbesondere britische Bands wie "Cocksparrer", "The Business", "The Angelic Upstarts", "Oi!-Polloi", "Red Alert", "Red London", "Blaggers ITA", "The Oppressed", "Peter and the Testtube Babies", "Major Accident", "The Menace" und "Attila the Stockbroker". Ebenso haben wir mit Bands wie "Antiseen", "Die Kassierer", "Die Lokalmatadore", "The Toasters", "Les Partisans", "No Respect", "Los Fastidios", "Klasse Kriminale", "Oxymoron", "Mad Sin", "The Frantic Flintstones" und vielen anderen zusammengespielt. Auch hatten wir die Möglichkeit, eine Menge Gigs im Ausland, wie in Frankreich, Italien, England, Tschechien, Schweiz, Holland, Belgien und Bayern zu spielen. Ein Höhepunkt war aber sicherlich eine kleine Tour in Kanada im Mai letzten Jahres. Die Auftritte in Toronto, Montreal und Quebec-City wurden uns von unserem kanadischen Unterlabel "Insurgence Records" ermöglicht und organisiert. Aufgrund dessen, dass wir durch Insurgence Records in Kanada bereits einige Hundert Tonträger verkauft hatten, konnten wir tatsächlich auf den Gigs eine Fangemeinde von 120 bis 250 Leuten begrüssen. Besonders schmeichelnd war hier sicherlich die Tatsache, dass auf unserem Konzert in Montreal ein Auto voll besetzt mit Punkrockern aus Chicago nur wegen uns eine zwanzigstündige Hin- und Rückfahrt auf sich nahm. Wäre es immer einfach zu finanzieren und wären wir alle arbeitslos, so lägen Angebote aus Chile, Norwegen, Spanien, dem Baskenland, Schottland, den USA, Mexico usw. vor, die wir natürlich auch gerne wahrnehmen würden und hoffentlich auch irgendwann wahrnehmen werden.

Es gab in der Geschichte der Stage Bottles einige Umbesetzungen, die allerdings den Grundcharakter sowohl musikalisch als auch in Bezug auf die Lebenseinstellung nicht wesentlich verändert haben. Natürlich gab es auch in diesen nun mehr als fünfzehn Jahren Stage Bottles eine Entwicklung innerhalb der Band, letztendlich bedingt durch das Älter werden und den Weggang und Zugang verschiedener Persönlichkeiten. Es war nicht immer leicht, aber wir befinden uns nun im 17. Jahr unserer Existenz und machen uns und vielen Zuhörern offenbar immer noch viel Spass. Zudem scheinen wir immer noch die zu ärgern, die wir ärgern wollen - so we'll carry on............................!